Artenschutz - von der Vision zur Mission
Bei uns am Kempfenhof geht's um mehr als nur "Urlaub auf dem Bauernhof". Unsere Vision: Artenvielfalt & Nachhaltigkeit leben! Deshalb hegen und züchten wir mehrere Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste stehen - als Beitrag zum Artenschutz. So wird der Kempfenhof zu einem kleinen Paradies für bedrohte Arten.
Marderkaninchen
Marderkaninchen sind eine eher unbekannte Rasse, die sich aufgrund ihres Charakters jedoch ideal für Familien eignet. Sie sind ruhig und ausgeglichen und werden schnell zutraulich und zahm.
Sie eignen sich gut für Anfänger und sogar Kinder, solange sie nicht bedrängt oder häufig hochgehoben werden.
Herkunft:
In Deutschland entstand diese Rasse um 1925 in Hamburg bei Züchter Emil Thomsen. Sie ging aus einer Kreuzung der Rassen Blaue Wiener, Thüringer, Hasenkaninchen, weißen Angora, Havanna und den Chinchilla hervor.
Eigenschaften/Leistung:
Ursprünglich wurde das Kaninchen zur Fleischgewinnung genutzt. Neben seinen genetischen Anlagen haben optimale Haltung und Fütterung einen großen Einfluss auf Entwicklung und Leistung der Tiere.
Besonderheiten:
Als ein Vertreter der Punktscheckenrassen sind Marderkaninchen spalterbig, weshalb sie schwer zu züchten sind. Normale Marderkaninchen sind von brauner Fellfarbe, jedoch selten reinerbig. Es treten auch dunkle und weiße Kaninchen auf.
Kategorie I (extrem gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Steckbrief:
- Größe: 30-40 cm
- Gewicht: 2,5-4 kg
- Alter: 5-12 Jahre
- Charakter: ruhig
Warzenenten
Warzenenten sind die domestizierte Form der Moschusente und fallen sofort durch die roten „Warzen“ im unbefiederten Gesicht auf. Sie gelten als robust, brutfreudig und gute Mütter. Im Umgang sind sie eher ruhig – typisch ist, dass sie nicht wie andere Enten quaken, sondern sich mit leisen, zischenden und glucksenden Lauten verständigen.
Herkunft:
Nach Deutschland kamen Warzenenten erstmals im 18. Jahrhundert; ein einheitlicher Rassestandard wurde in den 1940er Jahren festgelegt. In der ehemaligen DDR wurde die Zucht zeitweise stark gefördert.
Eigenschaften/Leistung:
Warzenenten sind schwerer als viele andere Entenrassen. Die Enten legen etwa 40 weiß bis gelblich gefärbte Eier pro Jahr, mit ca. 80 g. Sie sind frohwüchsig, sehr fruchtbar und liefern mageres, als Braten geschätztes Fleisch; auch die Daunen werden genutzt.
Besonderheiten:
Warzenenten sind trotz ihres Gewichts durch kräftige, große Flügel flugfähig. Außerdem gibt es mehrere anerkannte Farbschläge – typisch sind unter anderem weiß sowie gescheckte und wildfarbige Varianten.
Kategorie „Beobachtung“ laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Steckbrief:
- Größe: 66–84 cm
- Gewicht: 3 - 5 kg
- Alter: bis 20 Jahre
- Charakter: ruhig
Leutstettener Pferd
Leutstettener Pferde sind eine seltene, altbayerische Warmblutrasse mit vielseitigem Talent. Sie gelten als leistungsbereit, menschenbezogen und nervenstark. Durch ihr ausgeglichenes Temperament und ihre Rittigkeit eignen sie sich sowohl für Sport und Freizeit als auch für den Fahrsport.
Herkunft:
Das Leutstettener Pferd wird in dem südlich von München gelegenen Gestüt Leutstetten gezüchtet. Die Basis bildeten ungarische Halbblüter der Stämme Furioso, North-Star und Predszwit.
Eigenschaften/Leistung:
Leutstettener Pferde sind sportliche Warmblüter mit guten Grundgangarten. Sie zeigen Talent in Dressur und Vielseitigkeit sowie im Fahrsport. Ihre Ausdauer, Härte und Leistungsbereitschaft machen sie zu verlässlichen Partnern im Sport.
Besonderheiten:
Typisch sind ein edler Kopf, eine gut bemuskelte Hinterhand und ein harmonischer Körperbau. Häufige Farben sind Braune, Rappen und Füchse.
Kategorie II (stark gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
Steckbrief:
- Größe: 158–165 cm
- Gewicht: 550–650 kg
- Alter: 20–30 Jahre
- Charakter: freundlich

